Früh handeln lohnt sich: Sich frühzeitig um die eigene Gehirngesundheit zu kümmern, kann dazu beitragen, aktiv das Risiko für eine Demenz infolge der Alzheimer-Krankheit zu senken.
Auf dieser Website erfahren Sie, wie Sie:
- Risikofaktoren für Alzheimer früh erkennen und Fragen sowie eine entsprechende Untersuchung gezielt mit Ihrem/Ihrer Ärzt:in besprechen können.
- Schritt für Schritt einen persönlichen Plan entwickeln, der Ihre Gehirngesundheit mit alltagsnahen Gewohnheiten stärken kann.
Ein Plan für Ihre Gehirngesundheit hilft Ihnen, das zu schützen, was Sie als Person ausmacht.
Ihr Weg zu besserer Gehirngesundheit beginnt jetzt!
Was ist Gehirngesundheit?
Gehirngesundheit beschreibt, wie gut das Gehirn in verschiedenen Bereichen funktioniert. Dazu zählen
motorische, emotionale, sensorische und taktile (ertasten) Funktionen. Dazu gehört auch die kognitive
Gesundheit, also wie gut Sie denken, lernen und sich erinnern können.
Mit zunehmendem Alter können sich Veränderungen im Gehirn auf die kognitive Gesundheit auswirken. Einige
Veränderungen sind normal, stärkere Einschränkungen können jedoch ein Anzeichen einer
Alzheimer-Krankheit oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung sein.
Mögliche Anzeichen sind zum Beispiel:
- Schwierigkeiten sich Dinge zu merken
- Probleme, klar zu denken
- Veränderungen im Umgang mit anderen Menschen
Alzheimer-Krankheit
Die Alzheimer‑Krankheit macht 60–80 % aller Demenzfälle aus. Erkrankungen wie Alzheimer, die Gedächtnis und Denken beeinträchtigen, verschlechtern sich meist im Laufe der Zeit. Deshalb ist es wichtig, früh aktiv zu werden und die eigene Gehirngesundheit so gut wie möglich zu schützen.
Amyloid-ß und kognitiver Abbau
Die Alzheimer‑Krankheit steht unter anderem im Zusammenhang mit einem Protein im Gehirn, dem sogenannten Amyloid-ß.
Der Körper produziert von Natur aus ein Protein, aus dem kleine Bruchstücke – sogenannte Amyloid-ß-Fragmente - entstehen. Lagern sich diese im Gehirn an und bilden sogenannte Plaques, kann dies mit Problemen beim Denken und Erinnern verbunden sein.
Diese Ablagerungen können sich bereits bis zu 20 Jahre vor dem Auftreten erster Symptome entwickeln.
Auch wenn Sie noch keine Beschwerden bemerken, können Sie gemeinsam mit Ihrem:Ihrer Ärzt:in Schritte unternehmen, um Ihre Gehirngesundheit aktiv zu unterstützen.
Handeln Sie jetzt, um Ihre Gehirngesundheit zu schützen
Studien zeigen, dass Demenzerkrankungen durch das Beeinflussen veränderbarer Risikofaktoren verhindert oder verzögert werden können. Körperlich aktiv zu bleiben, sich ausgewogen zu ernähren und soziale Kontakte zu pflegen, tut auch dem Gehirn gut. Ihr:e Ärzt:in kann Ihnen helfen, persönliche Risikofaktoren zu erkennen.
Ihr persönlicher Plan für Ihre Gehirngesundheit
Ein solcher Plan hilft Ihnen, Ihre Gehirngesundheit gezielt und proaktiv zu stärken – mit Fokus auf zwei zentrale Bereiche:
-
Risikofaktoren für Ihr Gehirn:
Verstehen, was Ihrem Gehirn schaden kann – und wie Sie diese Risiken reduzieren können -
Gedächtnistests:
Veränderungen im Zeitverlauf beobachten, um frühe Anzeichen eines Abbaus zu erkennen
Risiken erkennen und aktiv gegensteuern
Studien zeigen, dass sich bis zu 45 % der Demenzfälle – auch im Zusammenhang mit Alzheimer – verhindern oder hinauszögern lassen, wenn beeinflussbare Risikofaktoren gezielt berücksichtigt werden. Dabei kann Sie Ihr:e Ärzt:in unterstützen.
Die folgenden Punkte dienen als allgemeine Orientierung. Denn: Jeder Mensch ist anders. Sprechen Sie mit Ihrem:Ihrer Ärzt:in darüber, was für Sie persönlich sinnvoll ist.
Risikofaktoren für Ihr Gehirn:
- Körperliche Inaktivität
- Rauchen
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Depression
- Wenig soziale Kontakte
- Bluthochdruck
- Hoher LDL-Cholesterinspiegel
- Diabetes
- Starkes Übergewicht
- Kopfverletzungen
- Geringe Bildung
- Luftverschmutzung
- Schwerhörigkeit
- Beeinträchtigungen des Sehens
Ein erster Schritt:
Die kognitive Basis-Untersuchung
Eine kognitive Untersuchung ist eine mündliche oder schriftliche Untersuchung, mit der Sie und Ihr:e Ärzt:in prüfen können, wie gut Ihr Gehirn in wichtigen Bereichen arbeitet.
- Ein Ausgangswert Ihrer kognitiven Gehirngesundheit hilft, spätere Veränderungen besser einzuordnen
- Eine solche Untersuchung stellt keine Diagnose, kann aber frühe Hinweise auf Gedächtnis‑ oder Denkprobleme geben
- Es gibt verschiedene Tests und Tools, die nur wenig Zeit in Anspruch nehmen und zu Hause als Selbsttests durchgeführt werden können. Sie können den Einstieg in ein wichtiges Gespräch mit Ihrem:Ihrer Ärzt:in sein, um gemeinsam einen personalisierten Plan für Ihre Gehirngesundheit zu entwickeln
Machen Sie den Gedächtnistest
Mit Xpresso by MoCA können Sie einfach und schnell testen, wie gut Ihr Gedächtnis und Ihre kognitive Leistungsfähigkeit aktuell sind – ganz bequem von zu Hause aus.
Wichtig zu wissen:
- Der Test ist am Computer und mobilen Geräten machbar
- Testdauer: ca. 5 Minuten
- Am besten allein und in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkung durchführen
- Verfügbar auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch, Arabisch und Japanisch
CHAI by MoCA ist ein Fragebogen, der zeigt, wie Lebensgewohnheiten
die Gehirngesundheit beeinflussen können. Fragen zur körperlichen,
mentalen und allgemeinen Gesundheit helfen dabei, den eigenen kognitiven Gesundheitszustand
besser zu verstehen und mögliche Verbesserungen zu erkennen.
Wichtig zu wissen:
- Verfügbar auf allen Geräten (PC, Smartphone, Tablet)
- Testdauer: 5-10 Minuten
- Verfügbar auf Deutsch und Englisch
Haben Sie Veränderungen bei Ihrem Gedächtnis oder Denken bemerkt?
Abklärung und Untersuchung
Was Sie bei der Abklärung von Gedächtnis‑ und Denkproblemen erwartet
Die Abklärung von Problemen mit dem Gedächtnis oder dem Denken braucht Zeit. Um herauszufinden, was dahinterstecken könnte,
führt Ihr:e Ärzt:in in der Regel eine umfassende Untersuchung Ihrer Denk‑, Erinnerungs‑ und Entscheidungsfähigkeit durch.
Es sind mehrere Schritte notwendig; jede Untersuchung trägt ein wichtiges Puzzleteil zur Diagnose bei. Der genaue Ablauf kann von Person zu Person unterschiedlich sein.
Sprechen Sie mit Ihrem:Ihrer Ärzt:in darüber, wie Ihre Gedächtnis- und Denkprobleme genauer untersucht werden können. Unser Gesprächs-Guide unterstützt Sie dabei, sich optimal auf das Gespräch vorzubereiten.
ALFie - die App bei kognitiven Fragen. Ein Angebot in der Region Köln.
Sorgen um das Gedächtnis? Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung.
Wenn Konzentration oder Gedächtnis nachlassen, tauchen viele Fragen auf. ALFie hilft dabei, Klarheit zu gewinnen – einfach, sicher und frühzeitig.
Das Kölner Projekt ALFie – Netzwerk für die Alzheimer‑Frühdiagnostik begleitet Betroffene und Angehörige von den ersten Anzeichen an. Über die digitale Plattform „ALFie digital“ sind alle wichtigen Beteiligten vernetzt: Haus- und Fachärzt:innen, Labore, Beratungsstellen sowie Patient:innen und Familien. So greifen alle Schritte der Diagnostik und Versorgung nahtlos ineinander – transparent, leitliniengerecht und ohne unnötige Umwege.
ALFie entlastet, schafft Orientierung und sorgt für schnelle Gewissheit.
Nutzen Sie die ALFie‑App und holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie sie brauchen. Mehr Informationen unter ALFie digital
Sie möchten Kontakt zu einem:einer Spezialist:in außerhalb Kölns aufnehmen?
Gewohnheiten für Ihre Gehirngesundheit etablieren
Jeder Gedanke, jede Erinnerung, jeder Moment – Ihre Gehirngesundheit zählt.
Sich um Ihre Gehirngesundheit zu kümmern, heißt auch, sich um Ihre Zukunft zu kümmern.
Gehirngesundheit: Tipps und Tricks
- Viele Faktoren im Laufe des Lebens beeinflussen die Gehirngesundheit. Ihr:e Ärzt:in kann helfen, persönliche Risiken zu erkennen. Studien zeigen, dass bis zu 45 % der Demenzfälle, auch die infolge der Alzheimer‑Krankheit, durch Veränderungen bestimmter Gewohnheiten verhindert oder verzögert werden könnten
- Zu gehirngesunden Gewohnheiten gehören körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung, soziale Kontakte sowie regelmäßige geistige Übungen.
Sprechen Sie mit Ihrem:Ihrer Ärzt:in über Ihre individuellen gesundheitlichen Bedürfnisse, bevor Sie Entscheidungen bezüglich Ihrer Ernährung treffen oder Ihre körperliche Aktivität ändern.
Regelmäßige Bewegung ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und kann das Risiko für kognitiven Abbau senken. Gesunde Bewegungsgewohnheiten können schon jetzt lebenslange Vorteile für Ihre Gehirngesundheit bringen.
Bei der Auswahl von Aktivitäten sollten Sie folgendes beachten:
- Wenn möglich, regelmäßiges Herz-Kreislauf-Training einbauen. Dies kann helfen, das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und hohen Cholesterinspiegel zu senken. Diese Faktoren erhöhen nachweislich das Demenzrisiko.
- Wählen Sie Aktivitäten, die auch den Geist anregen und soziale Kontakte fördern.
- Suchen Sie sich Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen – so bleiben Sie eher am Ball.
Forschungen zeigen, dass eine herzgesunde Ernährung sowohl die Gehirn- als auch die allgemeine Gesundheit fördert und das Risiko für kognitiven Abbau und Demenz verringern kann.
Die folgenden Lebensmittel unterstützen ein gesundes Gehirn:
- Grünes Blattgemüse – Grünkohl, Spinat, Blattkohl, Brokkoli und ähnliches Blattgemüse sind reich an Nährstoffen, die sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirken.
- Fettreicher Fisch – Reich an Omega-3-Fettsäuren. Fettreiche Fische wie Lachs, Kabeljau, heller Dosen-Thunfisch und Seelachs können die allgemeine Gehirngesundheit verbessern.
- Beeren – Flavonoide, die Pflanzenverbindungen, die Beeren ihre lebendigen Farben verleihen, haben sich als gedächtnisfördernd erwiesen.
- Walnüsse – Nüsse sind eine großartige Quelle für Eiweiß und gesunde Fette und stehen mit der Gehirngesundheit in Verbindung.
Ein aktives Sozialleben kann die Gehirngesundheit unterstützen und das Demenzrisiko senken.
- Viele soziale Aktivitäten sind kostenlos oder kostengünstig, wie zum Beispiel Wander- oder Yogagruppen, Lesezirkel oder Tanzkurse.
- Bereits regelmäßig Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, kann sich positiv auswirken.
- Wählen Sie Aktivitäten, die Ihnen am Herzen liegen.
Kognitiv aktiv zu bleiben, tut dem Gehirn gut, zum Beispiel durch:
- Das Erlernen einer neuen Fähigkeit, wie einem Musikinstrument oder einer Sprache
- Neuen oder bestehenden Hobbys nachgehen
- Neue Wege ausprobieren, um vertraute Aufgaben zu erledigen
- Lösen von Rätseln oder strategiebasierten Spielen
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