Lilly LETTER #4 2024Lilly

 FORUM RHEUMANUM 
 

Delegation nimmt  
Fahrt auf! 

Wir blicken auf eine großartige Fortbildungsveranstaltung im Rahmen des Deutschen Rheumatologiekongresses (RhK) 2025 zurück. Tolle Referentinnen und Referenten hatten praxisnahe Vorträge im Gepäck und in die Möglichkeiten der Delegation ärztlicher Leistungen kommt spürbar Bewegung!  
 
Kurz vorangestellt insbesondere für diejenigen, die nicht vor Ort sein konnten: Alle Vorträge werden auf der Website des Fachverbandes online zur Verfügung gestellt. Um ein bisschen Geduld bitten wir noch, doch Anfang 2026 sollte es soweit sein. Es gab zum Beispiel viele medizinische Themen aus dem breiten Wissensgebiet Rheuma, ein beeindruckendes Fallbeispiel und neue Erkenntnisse aus der Ernährungswissenschaft.

Besonders hervorheben möchten wir die Chancen im Bereich der Delegation ärztlicher Leistungen, die auf dem Fortbildungstreffen zentrales Thema waren und zunehmend konkret werden. Unser langer Atem, der zur beruflichen Weiterentwicklung der Rheumatologischen Fachassistenz (RFA) gehört, sowie Enthusiasmus, Zeit, Herzblut, Engagement, Kommunikation, Teamgeist und vieles mehr zahlen sich allmählich aus!
Direkt vormerken für 2026! 
Vom 09.09. bis 10.09.2026 findet das 25. Fortbildungstreffen im Rahmen des RhK in Leipzig statt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und heißen auch neue Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen. 

In den vergangenen Jahren haben sich viele Beteiligte engagiert, dass die RFA delegativer in die Patientenversorgung eingebunden wird, das Fachwissen Anwendung findet und zunehmend die RFA-(Kontakt)-Sprechstunde – juristisch haltbar – umgesetzt wird. Bislang, so unsere Erfahrungen aus der Branche, ist nur rund ein Viertel der RFAs delegativ tätig, doch das könnte sich bald ändern.  

Neu: G-BA-Empfehlung für MFA-Sprechstunde 
Dr. Kirsten Hoeper von der Medizinischen Hochschule Hannover berichtete in Wiesbaden von einem großen Durchbruch in Folge der Studie Deliver Care. Darin übernahmen geschulte Medizinische Fachangestellte (MFAs) u. a. in rheumatologischen Praxen delegierbare ärztliche Tätigkeiten in Form einer eigenen Sprechstunde. Die Ergebnisse attestierten, dass die neu entwickelte Versorgungsform der Regelversorgung bezogen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität nicht unterlegen ist. Das war die Grundlage für die aktuelle Empfehlung vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) am 22.08.2025: Darin spricht sich der G-BA dafür aus, die MFA-Sprechstunde in die Regelversorgung zu überführen. Das ist ein großer Meilenstein auf dem Weg in die richtige Richtung! Wie lange der Weg bis dahin dauert, ist allerdings noch ungewiss.

Aufruf: Interessierte für RFA-Studie gesucht 
Ein weiteres Thema, das prädestiniert ist für ärztlich delegierbare Tätigkeiten, war ebenfalls Teil des Fortbildungstreffens: Sonografie heute und in Zukunft. Dies könnte zunehmend ein erweitertes Tätigkeitsfeld der RFA werden. Ganz aktuell wird 2026 erstmalig eine RFA-MSUS-Studie „Muskuloskelettale Ultraschallausbildung für Rheumatologische Fachassistenz“ initiiert, um die Machbarkeit der Delegation zu evaluieren und zu belegen – u. a. in Zusammenarbeit unserem Fachverband.

Für die Studie werden MFAs/RFAs und examinierte Pflegefachkräfte gesucht, die an drei Wochenenden in der Zeit von Januar bis August 2026 an Fortbildungsterminen teilnehmen. Vorerfahrungen sind keine nötig. RFAs könnten somit zukünftig nicht nur die Vorbereitungen für die Ultraschalluntersuchung treffen, sondern nach erfolgreicher Schulung und Praxiserfahrung unter ärztlicher Anleitung eigenständig den Schallkopf bedienen. Für Rheumatologinnen und Rheumatologen bietet die Fortbildung der Assistenzkräfte eine echte Chance auf Unterstützung und Zeitersparnis.

Allein die Interessensabfrage vor Ort beim Rheumakongress sorgte für große Resonanz. Sind Sie auch interessiert? Dann füllen Sie das hier hinterlegte pdf aus und senden dies bis zum 15.12.2025 an
info@forum-rheumanum.de. Sie erhalten nähere Informationen und können sich dann entscheiden.

Delegation nimmt Fahrt auf 
Diese neuen Entwicklungen bestärken uns darin, dass die strukturierte Delegation ärztlicher Leistungen auf dem Vormarsch ist. Es ist eine Chance, dem Versorgungsengpass in der Rheumatologie entgegenzuwirken und zur Verbesserung der Patientenversorgung beizutragen. Aktuell gibt es rund eine Rheumatologin bzw. einen Rheumatologen auf 100.000 Erwachsene. Für eine bedarfsgerechte Versorgung würde es allerdings mindestens doppelt so viele Rheumatolog:innen benötigen.1 Fazit: Die Unterstützung der RFA in der Patientenversorgung wird dringend benötigt.

Vielleicht dazu mal ein paar Daten: 2026 werden es bereits 20 Jahre, dass die Rheumatologische Fortbildungsakademie die Basis-RFA-Weiterbildungskurse anbietet und der Aufbaukurs RFAplus kann dann schon im sechsten Jahr absolviert werden. Wir als Fachverband tragen im kommenden Jahr seit 17 Jahren zur Weiterentwicklung und Professionalisierung unseres Berufsfeldes bei. Hierzu zählen beispielsweise die Fortbildungen in verschiedenen Formaten und Kooperationen, die Mitgliedschaft in der EULAR-HPR (Health Professionals in Rheumatology), das Mitwirken in Studien und zum dritten Mal wird 2026 der RFA Award für die Leistung und Sichtbarkeit der Teams in der delegativen Rheuma-Patientenversorgung verliehen.

Freuen Sie sich mit uns über diese kleinen und großen Erfolge, die für die RFA-Berufsgruppe gemeinsam erzielt werden konnten und noch können. Werden Sie Teil dieser großartigen Gemeinschaft – wenn Sie es noch nicht sind – und stärken Sie den Fachverband Rheumatologische Fachassistenz e. V. Hier geht es zum Antrag.

Wir wünschen allen einen mehr oder weniger entspannten Jahresendspurt, fröhliche und erholsame Feiertage und heißen Sie das Jahr 2026 positiv motiviert, voller Tatendrang und gesund willkommen.
Ihre
Ulrike Erstling (1. Vorsitzende)
Patricia Steffens-Korbanka (2. Vorsitzende)
Fachverband Rheumatologische
Fachassistenz e. V.
E-Mail: info@forum-rheumanum.de
www.forum-rheumanum.de

Bildhinweise: © Ulrike Erstling

Quelle:

1. Braun et al. Rheumatologische Versorgung in Deutschland; ZRheumatol 2024·83(Suppl2):S249–S284; https://dgrh.de/dam/jcr:a3a4b316-c532-4489-bc86-49d68649380d/Memorandum%20DGRh%202024.pdf [zuletzt aufgerufen am 11.11.2025]
 
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